2. Oktober 2025

28 Years Later: Wie man einen Blockbuster mit dem Handy filmt

Zwei junge Männer in einem Studio prüfen gemeinsam den Bildschirminhalt eines Smartphones, das auf einem Gimbal befestigt ist.
28 Years Later: Wie man einen Blockbuster mit dem Handy filmt
Inhaltsverzeichnis

Als 28 Days Later im Jahr 2002 in die Kinos kam, sorgte der Film nicht nur wegen seiner nervenaufreibenden Story für Aufsehen, sondern auch wegen seiner Technik: Regisseur Danny Boyle drehte große Teile des Films mit einfachen Camcordern, ein radikaler Bruch mit den Sehgewohnheiten des Kinos. Die grobkörnige, ungeschönte Optik wurde zum Markenzeichen des Films und prägte das Genre.

23 Jahre später bleibt Boyle seiner Linie treu, nur dass er im Jahr 2025 statt Camcordern nun mit dem Handy filmt. In 28 Years Later, dem dritten Teil der Reihe, wurde ein Großteil der Szenen mit dem iPhone 15 Pro Max gedreht. Nicht aus Kostengründen, sondern weil es genau ein Gefühl von Nähe, Direktheit und roher Intensität erzeugt. Ein technisch logischer Schritt seit dem Einsatz von Camcordern im Jahr 2002, der nicht nur für das Kino relevant ist, sondern auch für Content Creation im Online Marketing inspirierend wirkt.

Wir haben uns angesehen, wie Smartphones beim Filmen von 28 Years Later eingesetzt wurden und teilen hier unsere wichtigsten Erkenntnisse, wieso man mitreißende Videos auch mit dem Handy filmen kann. 

Zwei junge Männer in einem Studio prüfen gemeinsam den Bildschirminhalt eines Smartphones, das auf einem Gimbal befestigt ist.
(Bildquelle: © Media_photos / elements.envato.com)

Smartphone statt Kamera: So wurden iPhones bei 28 Years Later eingesetzt

Hollywood-Blockbuster mit iPhones, Speziallinsen und Custom-Rigs

Für 28 Years Later setzten Regisseur Danny Boyle und Kameramann Anthony Dod Mantle größtenteils auf das iPhone 15 Pro Max als Kamera, nicht aus Budgetgründen, sondern als bewusste stilistische Entscheidung. Um den Look weiter aufzuwerten, kamen besondere Kameralinsen und ein 3D-gedrucktes Rig zum Einsatz, das bis zu 20 iPhones gleichzeitig aufnehmen ließ. Dieses Setup ermöglichte beeindruckende multiperspektivische Aufnahmen, die sonst hochwertige Technik erfordern würden. Durch diese unkonventionellen Mittel entstand ein Bildstil, der gleichzeitig nahbar und technisch faszinierend ist.

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Beweglichkeit statt schweres Equipment

Ein großer Vorteil beim Filmen mit dem Smartphone ist die maximale Bewegungsfreiheit.  Anstelle großer Kamerakräne oder aufwendiger Licht-Setups konnte das Team flexibel und mobil arbeiten, oft an schwer zugänglichen, weitläufigen Orten wie den Klippen Northumbrias. Diese schlanke Produktionsweise machte spontane Reaktionen auf Lichtstimmungen oder Wetterschwankungen möglich und verlieh den Bildern eine natürliche, uninszenierte Dynamik. Das iPhone als Kamera ermöglichte Aufnahmen, die mit klassischem Equipment nur unter großem Aufwand realisierbar gewesen wären.

Improvisation, Handkamera und kreative Workarounds

Besonders bemerkenswert: Boyle griff in einigen Szenen selbst zur Kamera, oder besser gesagt, zum iPhone in der Hosentasche. Diese direkte Herangehensweise verlieh einzelnen Momenten eine dokumentarische Unmittelbarkeit. Gleichzeitig erforderte die Arbeit mit dem Smartphone als Kamera kreative Lösungen: So reagierte der Autofokus manchmal auf Lichtquellen statt auf Gesichter, was das Team bewusst in die Bildsprache integrierte. Statt technische Perfektion zu erzwingen, nutzten Boyle und Mantle die Limitierungen des iPhones als kreatives Mittel, ein Ansatz, der sich auch im Online Marketing als sehr wirkungsvoll erweisen kann.

Was das für Content Creation im Online Marketing bedeutet

Mobilität ermöglicht Spontanität

Das Filmen mit dem Handy ermöglichte es Danny Boyle, an ungewöhnlichen Orten zu drehen, schnell auf Lichtverhältnisse zu reagieren und Szenen einzufangen, die mit klassischen Kameras nur schwer oder gar nicht umsetzbar gewesen wären. Genau diese Agilität ist auch im Marketing Gold wert: Wer mit Smartphone und ggf. einem Gimbal arbeitet, kann Inhalte direkt vor Ort erstellen, sei es auf Events, in der Produktion oder im Kundengespräch. Für Social Media, Reels, TikToks oder Behind-the-Scenes-Clips ist diese Form der Videoproduktion nicht nur ausreichend, sie ist oft sogar ideal.

Authentizität ist überzeugend

Boyle setzt bewusst auf den dokumentarischen Look der iPhone Kamera, um das Publikum direkt ins Geschehen zu ziehen. Auch im Social Media Marketing gilt: Hochglanz-Videos wirken oft distanziert, während „echt“ gefilmte Inhalte, mit leichten Rucklern, ungefilterten Emotionen oder direkter Ansprache in die Kamera, Vertrauen und Nähe schaffen. Gerade im Social Media Bereich können authentische Handyvideos und Rohmaterial mehr Wirkung zeigen als perfekt ausgeleuchtete Studioszenen. 

Junger Koch, der einer Gruppe von Menschen einen Kochworkshop gibt. Selektiver Fokus auf das Handy im Vordergrund.
(Bildquelle: © davidpereiras / elements.envato.com)

Technische Limitierungen fördern Kreativität

Im Film mussten Boyle und sein Team mit der begrenzten Dynamik, dem Autofokus und dem kleineren Sensor des iPhones umgehen und haben genau daraus kreative Looks und neue Perspektiven entwickelt. Auch im Marketing können Limitierungen wie schwaches Licht, spontane Situationen oder fehlendes Studio zum Vorteil werden: Sie zwingen dazu, neu zu denken. Der Mut zur Unschärfe oder zum ungewöhnlichen Bildausschnitt kann ein Video nicht schlechter, sondern menschlicher oder spannender machen. In einer Welt voller Werbebotschaften gewinnt, wer durch Authentizität und Kreativität auffällt.

Unser Fazit: Wie du das beste für dein Online Marketing herausholen kannst

28 Years Later zeigt eindrucksvoll: Mit klugem Konzept lassen sich bewegende Bilder erschaffen, auch ohne teures Kameraequipment. Das bedeutet jedoch keinesfalls. dass nicht auch der Einsatz von hochwertigen Kameras gerechtfertigt ist. Auch Danny Boyle setzte nicht ausschließlich auf die iPhone Kamera, sondern musste für bestimmte Aufnahmen auch auf Action-Kameras und Drohnen zurückgreifen. Was zählt, ist der bewusste gezielte Einsatz der technischen Möglichkeiten. Für Unternehmen bedeutet das: Wer heute Sichtbarkeit und Relevanz aufbauen will, braucht lediglich eine durchdachte Content-Strategie und ein motiviertes Team.

Hier nochmal unsere wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Smartphones sind mehr als Notlösung: Auch große Filmproduktionen setzen gezielt auf den Einsatz von Smartphones, um Nähe, Dynamik und Authentizität zu erzeugen.

  • Flexibilität schlägt Aufwand: Wer mobil filmt, kann schneller reagieren, spontaner produzieren und Inhalte direkter festhalten.

  • Authentizität überzeugt: Unperfekte, ehrliche Videos können auf Social Media teils stärker wirken als aufwendig inszenierte Clips.

  • Limitierungen schaffen kreative Lösungen: Gerade durch technische Einschränkungen entstehen neue Perspektiven und mutigere Bildsprachen, durch die man hervorstechen kann.

  • Technik ist Mittel zum Zweck: Ob Smartphone oder Kamera, entscheidend ist, dass der Content zur Botschaft und Zielgruppe passt und die technischen Möglichkeiten gezielt eingesetzt werden. 

 

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Bei der Umsetzung sind wir ebenfalls für dich da: Ob authentische Clips für Social Media oder hochwertig produzierte Imagefilme, gemeinsam erstellen wir Content, der zu deiner Marke passt, ob mit Kamera oder Smartphone.

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