Instagram ist als Social Media Marketing Medium mittlerweile in aller Munde. Gerade in Altersgruppen U30 erfreut sich das Medium großer Beliebtheit. Das Fotonetzwerk ist auch bezüglich seiner, im Gegensatz zu Facebook. einfachen Handhabung ein der “Generation Smartphone” angepasstes Medium. Instagram ist aktuell das Medium mit dem höchsten Engagement. Die Interaktionsrate der User ist höher als auf Facebook oder Twitter.

Mehr als 15 Millionen Nutzer in Deutschland vergeben täglich Unmengen von Herzen (das Pendant für ein Like) für diverse Beiträge. Viele Unternehmen sind schon lange auf den Zug aufgesprungen und nutzen Instagram als Marketing Plattform. Auch für das beliebte Thema Essen und Trinken, sprich für die Gastronomie, lassen sich einige Gründe ableiten, warum die Plattform bedient und gepflegt werden sollte.

1. Junge Zielgruppen nutzen Instagram zur Orientierung

Jugendliche begeben sich meist Online auf die Suche nach Informationen. So führt der Weg zum Restaurant- oder Cafébesuch mittlerweile nicht nur über Google, sondern auch über Instagram. Hierbei suchen Sie auf dem Medium nach einem ersten Eindruck über die Location bzw. das Angebot. So kann ein gut gepflegter und ansprechender Kanal auch zu neuen Kunden führen. Demgegenüber kann ein fehlender oder schlecht gepflegter Kanal auch potentielle Zielgruppen vergraulen.

2. Instagram als digitale Speisekarte nutzen

Instagram hat als visuelles Medium die Möglichkeit Gerichte bestens in Szene zu setzen, oder sogar aktuelle Angebot zu promoten. Viele Restaurants haben zwar auf ihren Websites Speisekarten, aber Fotos von den Gerichten haben eher Seltenheitswert.

Screenshot Instagram Cafe Milchmaedchen
(Screenshot Instagram: cafe_milchmaedchen)

3. Einen Blick hinter die Kulissen gewähren

Gerade aus unseren Erfahrungen mit Social Media Analysen ist uns aufgefallen, dass User, die einem Account folgen (“Folgen” ist das stärkste Engagementsignal auf Instagram), sich bereits sehr für das Unternehmen bzw. das Angebot interessieren. So kann man die Loyalität der User fördern bzw. die Kundenbindung forcieren, indem man diese mit Hintergrundinformationen über das Unternehmen versorgt. So kann man z.B. Informationen über neue Mitarbeiter oder die geplanten bzw. laufenden Renovierungsarbeiten mit den Usern teilen. Auf diese Weise fühlen sich die User auch auf Augenhöhe mit dem Unternehmen versetzt, was meist mit einem positiven Engagement gedankt wird.

(Neue Öffnungszeiten bei Sprout Food bei Instagram
(Neue Öffnungszeiten bei Sprout Food | Quelle Instagram sproutfood)

4. Tipps und Tricks aus der Küche

Bei Instagram kann man verschiedene Gefühle ansprechen. Eine Frage die man sich durchaus stellen sollte ist: Welchen praktischen Nutzen (Practical Value) hat mein Content für meine Follower?

So kann man zum Beispiel Content mit Mehrwert generieren, indem man kurze Kochtutorials macht, wobei die erfahrenen Köche aus der Küche Tipps geben, die auch für den eigenen Haushalt anwendbar sind. So hebt man sich von der Masse auf Instagram ab und kann durch die Schaffung eines wiederkehrenden Formates (fiktives Beispiel “Kleingehackt” - der Küchentipp zum Freitag) User langfristig an sich binden.

Tipps aus der Küche bei Instagram
(Tipps aus der Küche | Quelle: Instagram offenhauser)

5. Aktiv mit der Community kommunizieren

Wichtig ist es, nicht nur regelmäßig selbst Content in den Stories und dem Feed zu teilen, sondern auch täglich mit der Community und nischenrelevanten Accounts zu interagieren. Dabei sollte man sowohl regelmäßig auf Kommentare reagieren als auch auf direkte Nachrichten. Diese Signale wirken sich positiv auf den Algorithmus und die Gesamtbewertung des Accounts aus.

Ein weiterer Tipp für organische Reichweite, Sichtbarkeit und Trust in dem sozialen Netzwerk ist das kommentieren von Posts von Mitbewerbern bzw. Accounts, welche über eine, für das eigene Geschäft relevante, Zielgruppe verfügen. Hierfür sollte aber genug Zeit eingeplant werden.

6. Mit Influencern arbeiten

Influencer Marketing kann genutzt werden, um in Kooperation mit einem Influencer (Meinungsführer) das eigene Geschäft bzw. Angebot in einer potentiellen Zielgruppe zu bewerben.

Gerade in der regionalen Foodblogger Szene gibt es viele Influencer, welche man zum Dinner ins eigene Lokal einladen kann. Als Gegenleistung bewirbt der Influencer dafür das Restaurant auf Instagram.

Hierbei sollte allerdings beachtet werden, inwieweit die potentiellen Influencer eine regionale Zielgruppe erreichen bzw. wie hoch das Engagement auf die Beiträge des Influencers ist. Gerade in Zeiten der Automatisierung gibt es viele Accounts, die künstlich mit Bot-Traffic hochgepuscht wurden.

7. Gewinnspiele

Bei Facebook würde ich von Gewinnspielen abraten, da man hier keine Community aufbaut, sondern lediglich Follower aufbaut, die sich überwiegend nach gratis Giveaways sehnen.

Bei Instagram ist es dagegen etwas anders. Hier bietet es sich an mit Gewinnspielen und hochwertigen Preisen neue Zielgruppen zu erschließen und Follower für den eigenen Account aufzubauen.

Ein Instagramaccount für die Dresdner Gastronomieszene wäre der DresdenFoodguide, welcher auch sehr offen für Kooperationen ist. Einfach mal anschreiben 😉

Screenshot Instagram dresdenfoodguide)
(Quelle: Instagram dresdenfoodguide)
Jens Piesker von der Agentur onFire digital in Dresden

Über den Autor

 

Jens Piesker ist Geschäftsführer der Onlinemarketing Agentur onFire digital in Dresden und vergleicht Social Media Marketing gerne mit Feel Good Management. Es muss halt alles stimmen 🙂

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Jens Piesker von der Agentur onFire digital in Dresden

Jens Piesker ist Geschäftsführer der Onlinemarketing Agentur onFire digital in Dresden und vergleicht Social Media Marketing gerne mit Feel Good Management. Es muss halt alles stimmen 🙂

4. Juni 2019

Eigentlich eine sehr gute Idee die sozialen Medien als Speisekarte zu benutzen. Das kann eigentlich jedes Restaurant mit Menü problemlos umsetzen. Vielleicht sollte ich die Idee mal meinem Onkel vorstellen. Der betreibt nämlich eine Eisdiele und hat immer sehr ansprechende Kreationen auf Lager.

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